Wieso akzeptieren die Slawen die derzeitige Auffassung?

 Wieso akzeptieren die Slawen die derzeitige Auffassung?

 

Beginnen möchte ich mit einem Zitat Ciceros.

"Consilio autem dominante nullum esse libidinibus, nullum irae, nullum temeritati locum." 

Zu Deutsch würde das etwa "Wenn aber Klugheit gebietet, ist kein Raum für Gelüste, Zorn und Leichtfertigkeit." bedeuten. Hiermit ist die obengestellte Frage bereits beantwortet. Die heutigen Slawen sind in ihrer Geschichte nicht gerade bewandert, zumindest nicht in ihrer Frühesten. Ich wage es nicht einmal zu behaupten, ein Pole wüsste nichts von den Piasten, oder ein Kroate nichts von Dalmatien, aber keiner von beiden weiß viel über die frühen Slawen, beziehungsweise plappert das nach, was von "oben" kommt.

Ich würde lügen, wenn ich das so stehen lassen würde. Bereits Pribojević und Orbini erkannten die Schwäche der sogenannten späten Einwanderung der Slawen. Ironierscherweise, war es ihnen garnicht bewusst, dass sie es hinterfragten, denn in ihrer Zeit war es Grundwissen von einer autochtonen slawischen Bevölkerung zu sprechen.

Hier soll es aber darum gehen weshalb es heute so akzeptiert wird. Nun ja, die Geschichte scheint sehr bequem zu sein. Die Serben, die großartigen Eroberer die das Byzantinische Reich in Unruhe versetzten, die serbischen Piraten, welche angeblich Jagd auf Venezianer machten, und so weiter. Nun man versuchte sie zu zähmen. Die Serben sollten keine unangenehmen Nachbarn sein, deshalb eine falsche aber bequeme Geschichte. Und das war der Untergang. Slowenen, Kroaten und Makedonen erhielten, im Gegensatz zu Serben und Bulgaren, keinerlei Ruhm. Slowenien, diese kleine Mark im Süden von Österreich, Kroatien, der Flickenteppich auf dem Balkan und Makedonien, die kleinen Bulgaren. Alles natürlich Unfug.

Lediglich die Intelligenz der jeweiligen Völker, hinterfragten jederzeit die damalige Auffassung. Orbini und Pribojevic, zwei großartige Menschen, waren überzeugte Christen, genauso wie Potocki und so gut wie alle anderen Quellen über die Slawen. Dazu zählen natürlich auch die frühmittelalterlichen islamischen Historiker. Und heute? Verdummte, verstumpfte Neo-Heiden, auf der Weide tanzend und "Slava!" rufend. 

Gehen wir auf Cicero nochmals ein. "Wenn aber Klugheit gebietet, ist kein Raum für Gelüste, Zorn und Leichtfertigkeit." Die heutigen Slawen, zumindest der Großteil von ihnen, sind ihren Lüsten verfallen indem sie ihre Zeit beim Tanzen auf der Wiese, Götzen anbetend, ihre Zeit vertreiben, aufeinander zornig (man denke da an Bulgarien und Makedonien, Albanien, Serbien und Kroatien) sind, oder sehr, sehr leichtfertig sind. Ich sehe das größte Problem aber bei der sogenannten "politischen Korrektheit". Jene entwickelt sich in letzten Jahren in eine unschöne Form.

Ich hoffe ich konnte meine Sichtweise, wenn auch teils sehr kritisch, zum ausdruck bringen und meinen Eindruck von der ganzen Sache zu genüge teilen. 

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